Selbstverständlich sind die meisten privaten Anbieter von Gebrauchtwagen ganz normale, nicht kriminelle Autobesitzer, die einfach nur ihr bislang gefahrenes Automobil weiter verkaufen möchten. Es ist also nicht notwendig, einem Privatmann mit unnötigem Misstrauen zu begegnen, und hinter jeder Aussage eine Falle zu wittern. Dennoch ist Vorsicht angebracht, denn leider gibt es auch viele professionelle Betrüger mit einer guten Tarnung, die systematisch defekte oder gar gestohlene Autos verkaufen.
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In diesen Fällen sind meist auch die Papiere gefälscht, und die Betrüger operieren unter einer falschen Identität. Wenn Sie sich für ein privat angebotenes Fahrzeug interessieren, haben Sie also auch ein Auge auf den Verkäufer. Ist er zum Beispiel nicht bereit, mehr als seinen Namen und eine mobile Telefonnummer anzugeben, könnte dies Rückschlüsse darauf zulassen, dass er nicht wirklich überprüfbar sein möchte. Natürlich kann es aber auch nur rein praktische Gründe der Erreichbarkeit haben, wenn der Anbieter Ihnen eine Mobilfunknummer nennt.
Hilfreiche Fragen an den privaten Anbieter Folgende Fragen und Beobchtungen können helfen, einen privaten Anbieter richtig einzuschätzen, ohne ihm dabei persönlich zu nahe zu treten. Fragen Sie den privaten Verkäufer, wie lange das zum Verkauf stehende Auto schon in seinem Besitz ist, und ob er es selbst gefahren hat, oder zum Beispiel seine Frau, Freundin, Eltern oder Kinder. Verkäufer, die ein Auto zum Beispiel für einen Bekannten verkaufen, können hinterher leicht behaupten, dass sie von eventuellen Schäden oder voran gegangenen Unfällen nichts gewußt haben.
Hat der Anbieter den Wagen selbst über einen längeren Zeitraum gefahren, so kann man davon ausgehen, dass ihm die Mängel bekannt sein müßten. Fragen sie auch nach, wieviele Besitzer der Wagen im Vorfeld schon hatte. Die Frage, wie der Verkäufer mit dem Wagen zufrieden war, ist erlaubt und gibt oft hilfreiche Hinweise. Ebenfalls eine gute Frage ist die Frage nach dem Verkaufsgrund für den Wagen. Je nach erhaltener Antwort kann man dann gleich anknüpfen und nach möglichen typischen Problempunkten fragen.
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Erkundigen Sie sich, ob der Wagen unfallfrei ist, oder welche Unfälle und Schäden möglicherweise schon vorgekommen sind. Selbstverständlich ist auch ein Gebrauchtwagen, der schon in einen Unfall verwickelt war, möglicherweise ein guter Wagen. Nämlich dann, wenn er von einer fachkundigen Werkstatt wieder Instand gesetzt und vermessen wurde. In diesem Fall kann der Besitzer bestimmt die Rechnungen und Unterlagen für die Reparaturen vorlegen.
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Fragen Sie den Verkäufer nach der Häufigkeit und den Intervallen der Inspektionen und Wartungsarbeiten und auch danach, wann die letzte Inspektion statt gefunden hat. Ein gutes Zeichen ist es, wenn der Wagen regelmäßig gewartet wurde, und dies im Wartungshandbuch belegbar dokumentiert ist. Aussagen über neue Verschleißteile wie zum Beispiel Stoßdämpfer, Bremsen, Schläuche, etc. lassen sich im allgemeinen gut anhand von Reparaturrechnungen belegen. Ein ehrlicher Verkäufer wird sicher kein Problem damit haben, wenn Sie ihn um die Einsicht in diese Papiere bitten.